Lösung der
Problemschachaufgabe
Die Schwalbe, 1954
2. Preis
Matt in fünf Zügen
1.Sc5+! (Tbb7 2.Kd6 Kb8/Ta6 3.De8#/Da6:+)
Tab7 2.Kd5 Td8+ 3.Kc4 Tb8 4.Kc3 Ka7/T~ 5.Da6#/Db7:#
Td7 4.Sd7: Ka7 5.Da4#
Dazu der Kommentar des Autors:
Ein umtriebsamer weißer König: Nach dem Schlüsselzug kann dieser auf beide Turmzüge die Entscheidung herbeiführen. Auf 1. ... Tbb7 deckt er das Feld c7, wonach das Matt schon vorzeitig erreicht wird. Lebhafter geht es auf 1. ... Tab7 zu, wo der wK die Kurve über d5 zur c-Linie nimmt. Das kann er sich trotz des Schachgebotes des Tb8 von d8 aus erlauben, weil er nach 3.Kc4 auf den scheinbaren Rettungszug von Schwarz 3. ... Td7 mit 4.Sd7: Ka7 5.Da4 ein überraschendes Modellmatt herbeiführen kann, so dass dem sT nur noch die Rückkehr nach b8 verbleibt; wonach der Wartezug des wK nach c3 Schwarz in tödlichen Zugzwang versetzt. - Beginnt Weiß mit 1.Sd6+?, so führt zwar auf 1. ... Tbb7? der Wartezug 2.Kf6 zum Matt bereits im 3. Zuge; auf 1. ... Tab7! müsste nun aber zunächst 2.Dd5 erfolgen und danach wäre gegen 2. ... Te8+ nichts mehr auszurichten.
S. auch Nr. 362.
Entnommen dem Buch:
Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 257
(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)