Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Die Schwalbe, 1983

Matt in 4 Zügen

 

 

1.Sc8! Zugzwang
       Kc1     2.Tb6   Lc3   3.Kc3:    Kd1 4.Tb1#
       Kb2     2.Sb,d6 Kb,c1 3.Te1+    Kb2 4.Sc4#
       Lb2     2.Te1+  Lc1   3.Kc3     Ka1 4.Tc1:#
       Ld4/Le5 2.Te1+  Kb2   3.Sd6/Sb6 ~   4.Sc4#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Nach 1.Te1+ Kb2 wäre der sK eingesperrt und Schwarz damit patt, so dass Weiß nicht in der Lage sein würde, seinen Springer zwecks Mattsetzung heranzuführen. Das ist ihm erst möglich, nachdem der sL antikritisch über den Schnittpunkt hinausgezogen hat, wofür Weiß sich auf den für Schwarz bestehenden Zugzwang verlassen kann. Der wS bar 1.Sb5? an, auch weil damit gleichzeitig 2.Sc3+ (Lc3:/Kc1/Kb2 3.Kc3:/Te1+/Tb4+) droht, doch wäre dies falsch, weil damit die b-Linie verstellt und deshalb auf 1. ... Kc1 die Mattführung durch 2.Tb6 unmöglich würde. Richtig ist erstaunlicherweise 1.Sc8, womit der bereits weit entfernt vom sK stehende Springer sich noch weiter von diesem (sieben Reihen, das Maximum) entfernt.

Für den Theoriebeflissenen stellt sich hier die Frage, ob die Einsperrung des sL sich als Kling-Einsperrung und dessen erzwungenes Entweichen aus dieser als Anti-Kling kennzeichnen lassen; s. dazu auch Nr. 162.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 200

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

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