Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Schach-Echo, 1981
Lob

a) wie Diagramm                  5 #   
b) ohne Se1                                   

 

 

a)1.T8b5!  Ka6 2.T5b4 Ka5 3.Tb8  Ka4 4.Tb1  ~ 5.Ta8#/Ta1#
b)1.T3b7+! Ka6 2.Tb2  Ka7 3.T8b5 Ka6 4.T5b3 ~ 5.Ta,b3#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

In a) scheitert 1.T8b4? an 1. ... f1D!. Dieses Hindernis wird durch die Hinlenkung des sK zum Block für die sD mittels 1.T8b5 Ka6 ausgeschaltet. Damit ist zwar gegen 2.T5b4 mit 2. ... Ka5 eine neue Verteidigung eingeschaltet; doch ist der sK nun so weit  vom oberen Rand weggelenkt, dass darauf durch 3.Tb8 Ka4 4.Tb1 - also durch Auseinanderziehen der Türme - eine unparierbare Doppeldrohung herbeigeführt werden kann.

In b) steht nach 1.T8b5? Ka6! der Tb3 zu nah an dem Tb5 (2.T5b4 Ka5 3.?). Durch 1.T3b7+ Ka6 2.Tb2 Ka7 wird deshalb der Tb3 mit Tempogewinn unter Beschäftigung des sK nach b2 verbracht, wonach 3.T8b5 Ka6 nebst 4.T5b3 zum Ziele führt.

Bei Umkehrung der Schlüsselzüge scheitert in a) 1.T3b7+? Ka6 2.Tb2 Ka7 3.T8b5 Ka6 4.T5b3 an 4. ... Sc2!, in b) 1.T8b5? Ka6 2.T5b4 Ka5 3.Tb8 Ka4 4.Tb1 an 4. ... f1D!; in der Stellung mit dem sS schaltet also dieser, in der ohne ihn die dadurch offene 1. Reihe jeweils die Lösung des anderen Zwillings aus, was sich beidemal erst mit dem 4. schwarzen Zug auswirkt.

In a) wird der sK durch den wT in den ersten beiden Zügen wie von einem Magnet - daher „Magnetthema“ - angezogen; s. dazu auch Nr. 361 u.a.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 286

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

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