Lösung der
Problemschachaufgabe
nach F. Köhnlein und E. O. Martin
Die Schwalbe, 1951
Lob
Matt in 4 Zügen
1.Te4! Zugzwang
Lf4 2.Tf5 Kg4 3.Tef4:+ Kh3 4.Th5#
Dazu der Kommentar des Autors:
Es besteht Zugwechsel mit den Satzspielen 1. ... L~ 2.Tf5+ 3.T:L# und 1. ... Lf4 (eine fortgesetzte Verteidigung) 2.Td7 L~ 3.Tf7+ 4.T:L#. Weiß hat keinen Wartezug: 1.Ta5? (z.B.) scheitert nach 1. ... Lf4 2.Ta7 an 2. ... Lc7, also daran, dass der Turm den Schnittpunkt c7 perikritisch (ein weißer Peri-Nowotny) umschritten hat. Der Sinn des Schlüsselzuges erweist sich, wenn man - als Probespiel - in der Anfangsstellung auf 1. ... .Lf4 mit 2.Tf5 fortsetzt: weil Schwarz damit pattgesetzt wird, überschreitet der Th4 - ein weiß-schwarzer Cheney - zwecks Vermeidung dieses Patts kritisch den Schnittpunkt f4, um dort von dem sL verstellt zu werden und so dem sK das Fluchtfeld g4 zu verschaffen. Gegenüber dem Satz kommt es damit auf 1. ... Lf4 zu einem Wechsel der Mattführung.
Vgl. F. Köhnlein (Süddeutsche Schachblätter, 1907) Kf1 Td1 e7 Sh5 Bg4 h3 - Kf3 Ld2, 3#: 1.Te2!; und - kein Zugwechsel, weshalb hier die höhere Zügezahl unökonomisch ist (zudem, wie mir Dr. H. Siehndel mitteilte, nebenlösig durch 1.Td6 Lf5 2.Td8) - E.O. Martin (Schach-Express, 1950) Kf2 Tb6 h5 Bd4 f3 - Kf4 Le6, 4#: 1.Te5!.
Entnommen dem Buch:
Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 199
(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)