Lösung der
Problemschachaufgabe
Schachmaty w SSSR, 1956
Matt in fünf Zügen
1.Lb8! Lg3 (Lf4 2.Ld6)
2.Lc7 Lf4 3.Ld6 Lg3 4.La3 ~ 5.Lb2#
Dazu der Kommentar des Autors:
1.Lc5? mit der Drohung 2.La3/Lb4 scheitert an 1. ... Lg1! (2.La3/Lb4 Ld4!), während 1. ... Lf4? hier durch 2.Ld6 Lg3 3.La3 zum Ziele führen würde. Da liegt es nahe, den wL sofort mit 1.Lb8 auf die Diagonale b8-g1 zu bringen, um durch ihn den dort an die Deckung des Feldes e5 gebundenen sL so abzudrängen, dass er Mattdrohungen des wL auf b2/c3 nicht mehr parieren kann. Da nach dem Schlüsselzug beide Läufer einen Spielraum von drei Feldern beiderseits von e5 haben und nach 1.Lb8 der schwarze zuerst seinen Abstand von diesem zentralen Punkt verringern muss, kann der weiße Läufer den schwarzen einfach austricksen, indem er jedem von dessen notwendig in Richtung auf e5 im unteren Bereich erfolgenden Zügen jeweils seinen Zug auf das korrespondierende Feld im oberen Bereich folgen lässt - was hier dazu führt, dass der sL schon mit seinem dritten Zug den Rückzug anzutreten genötigt und damit nicht mehr wie zuvor zur Abwehr des nun stattfindenden gegnerischen Mattangriffs über a3 in der Lage ist.
Entnommen dem Buch:
Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 274
(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)