Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Die Schwalbe, 1940
1. Lob

Matt in vier Zügen

 

 

1.Le4! Tb5 2.Ld3 Ta5
           3.Lc4
droht/Ta6 (Td5,Te5) 4.Le6#/La6(:)#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Ein Duell zwischen wL und sT. Der Läufer muss auf der Diagonale h3/c8 Matt drohen und nach dem Verteidigungszug des dabei an die Deckung des Feldes b7 gebundenen Turms diesen durch die weitere Mattdrohung auf a6 in eine ausweglose Lage bringen. Nach 1.Ld5? Tb6 2.Lc4 T~6 kommt er dabei nicht weiter. Von den übrigen in Betracht zu ziehenden Zügen scheitern 1.Lg2? Tb3 2.Lf1 an 2. ... Td3! und 1.Lf3? Tb4 2.Le2 an 2. ... Tc4!, beides also in analoger Weise daran, dass der sT dem Läufer unter Aufrechterhaltung der Deckung des Mattfeldes auf der Diagonale h3/c8 dessen neue Angriffslinie nach a6 verstellt. Auf 1.Le4 hingegen führt nach 1. ... Tb5 umgekehrt der Zug 2.Ld3 gerade deshalb zum Ziel, weil danach die neue Angriffslinie des Läufers durch den sT schon verstellt ist; dieser ist deshalb in Zugzwang genötigt, ihm mit 2. ... Ta5 die Linie unter Deckung von a6 zu öffnen, und diese seine Lenkung auf die a-Linie hat zur Folge, dass er nach 3.Lc4 bei seinem gegen 4.Le6# benötigten Verteidigungszug zur 6. Reihe (3. ... Ta6) gerade auf das Feld gelangt, auf dem er mit Matt geschlagen werden kann.

 

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 196

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de