Lösung der
Problemschachaufgabe

 

J. Kohtz-Gedenkturnier des GSB, 1944
Trostpreis

Matt in sechs Zügen

 

1.Tf3! Sf2 (Sg3 2.Kc2 3.-4.T#)
     2.Kc2 Sd1 3.Tg3 Se3+ 4.Kb3 5.- 6.T1#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Damit der sS zeitgerecht ausgetrickst werden kann, darf Weiß nicht mit der Öffnung der 1. Reihe durch 1.Kc2? beginnen, weil dem Turm danach mit 1. ... Sg3 die 3. Reihe und d amit der Weg über g3 hinaus verstellt werden könnte. Zunächst hat vielmehr, womit der Turm den Schnittpunkt g3 antikritisch (ein Anti-Nowotny) überschreitet, 1.Tf3 zu erfolgen, worauf nach 1. ... Sf2 2.Kc2 Sd1 mit dem Zug des Turms auf die g-Linie (3.Th3? Sf2!) das Matt im 6.Zuge für Schwarz nicht mehr abzuwenden ist. - Andere  Schlüsselzüge des Turms, auf die z.T bei schlechter Verteidigung ebenfalls die Stellung wKc2 wTg~/sSd1 erreicht wird, werden durch den Springer widerlegt: 1.Td3? (Sg3? 2.Td1) Sf2!; 1.Te3? (Sg3? 2.Te1) Sf2! 2.Kc2 (Sd1? 3.Tg,f3) Sd3!; 1.T...h8? (Sf2? 2.Kc2 Sd1 3.Tg8) Sg3! 2.Kc2 Sf1!.

Ungewöhnlich in dem damaligen Problemturnier war, dass durch den Preisrichter „Trostpreise“ statt der üblichen ehrenden Erwähnungen und Lobe zuerkannt wurden.

S. auch zu Nr. 229.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 321

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de