Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Die Schwalbe, 1955
1. Preis

Matt in 6 Zügen

 

(FIDE-Album 45-55 Nr. 1141)

1.Kd7! (droht 2.Kc7, auch 2.Kc8 Lf5:+ 3.Df5:)
  d5  2.Kc6  d4+ 3.Kb6   d3+ 4.Ka6  La7
...
      5.De8+ Lb8 6.De4:#
  Ld3 2.Dd3: Kb7 3.De3:  d5  4.Db3+ Ka6
      5.Kc6  Ka7 6.Db7#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Dreimal nacheinander erfolgt ein schwarzer Sperrwechsel (hier: Bi-Valve) durch den sB: jedes Mal öffnet er die Verteidigungslinie eines der Läufer und verstellt (mit 3. ... d3+: blockt) dabei gleichzeitig eine des anderen; nach 1. ... d5 scheitert so 2.Kc7? an 2. ... Lf4+ und - weil nebenbei zugleich der Dame die 5.Reihe verstellt worden ist - 2.Kc8? an 2. ... Lf5+, während mit 3. ... d3+ die Fesselung der Dame durch den Le4 nach 4.Ka6 verhindert wird. Unter Nutzung dieser Sperrwechsel kann der wK mit Schachprovokationen bis a6 vordringen, wonach die für Schwarz ungünstige Stellung des Le4 eine zweizügige Mattführung auch auf die das Matt auf der 8. Reihe verhindernden Züge des Le3 möglich macht.- Pikant ist auch, wie in der Nebenvariante die Dame mit den beiden schwarzen Läufern fertig wird.

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 327

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de