Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Deutsche Schachzeitung, 1965
2. Preis.

Matt in 5 Zügen

 

1.Dc3+! Kb1: (Tb2+ 2.Ka3 Kb1: 3.Db2:#)
            2.Kb3 Th3 3.Dh3: Kc1 4.Dd7 Kb1 5.Dd1#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Erfolgt sofort 1.Ka3?, so führt das zwar auf 1. ... Th3? mit 2.Dh3: Kb1 3.Dc8 Ka1 4.Dc1# zum Ziel; doch Schwarz erwidert 1. ... Tc2!, wonach durch den wegen Patt unschlagbaren sT die weißen Figuren aktionsunfähig geworden („gelähmt“) sind. Deshalb verlegt Weiß mit 1.Dc3+ Kb1: nebst 2.Kb3 das Stellungssystem KD/K eine Reihe nach rechts, worauf das dem Zug des Probespiels (1. ... Tc2) analoge 2. ... Td2 nun kein Hindernis bildet, weil der sT hier ohne Patt mit 2.Dd2: geschlagen werden kann. - In Verführung (1.Ka3 Th3? 2.Dh3: Kb1 3.Dc3? Dc7!) und Lösung (2. ... Th3 3.Dh3: Kc1 4.Dd3?, Dc7!) kommt es dabei mit dem Schlagen des sie fesselnden sT und deren pattvermeidenden Langzügen zu Echospielen mit Farbwechsel auf benachbarten Reihen.

Vgl. Nr. 237.

 

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 269

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de