Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Deutsche Schachzeitung, 1966

Matt in sechs Zügen
 

 

 

1.Tg6+! Kh7 (Kh5 2.Ta6 a2 3.Ta2:)
2.Kf6   a2  3.Tg1 a1~ 4.Ta1: Kg8 5.Th1  Kf8 6.Th8#
                  Kh8 4.Kf7  a1D 5.Ta1: Kh7 6.Th1#
        Kh8 3.Tg3 Kh7 4.Ta3: Kg8 5.Th3  Kf8 6.Th8#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Spielt Weiß mit 1.Tg2? auf den sofortigen Abfang des sB, so führt das nach 1. ... a2! 2.Ta2: Kg7 3.Ta7+ Kf8 4.Ke6 erst im 7. Zuge zum Matt. Die Könige müssen zunächst beide eine Reihe näher an den oberen Rand gebracht werden. Sofort 1.Kf6? (Kh7? 2.Tg2...) scheitert an 1. ... Kh5!. Statt dessen beginnt Weiß mit 1.Tg6+. Auf 1. ... Kh7 kann danach mit 2.Kf6 die erstrebte randnähere Stellung der Könige hergestellt werden, worauf nach 2. ... a2/Kh8 der Turm erfolgreich - ohne dabei den sK aus dem Auge zu verlieren - mit 3.Tg1/Tg3 (droht 4.Kf7) auf die Jagd nach dem sB geht; außerdem ist nun auch dem Zug 1. ... Kh5 der Giftzahn gezogen, weil wegen der Opposition durch den wK der sK an die h-Linie gebunden ist und der Turm deshalb nun (vorzeitig) mit 2.Ta6 und Eroberung des sB zum Ziele kommt. - Der Turm unternimmt in Verführungen und Lösung weiträumige Expeditionen über das ganze Brett.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 314

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de