Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Die Schwalbe, 1948

Matt in vier Zügen

 

1.Kc7! Ka5 2.Kc6 Ka4 3.Kc5 Ka5 4.Ta3#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Nach dem „aggressiven” 1.Kc6? fehlt auf 1. ... Ka5 ein weißer Wartezug. Indem der wK sich zunächst zum sK auf Distanz hält, ermöglicht es sich Weiß, diese Stellung - durch eine Tempolenkung des sK - mit schwarzer Zugpflicht herbeizuführen. - Zugleich ist dies ein Zugwechselproblem (Satz 1. ... Ka5 2.Kc6) mit Wartezug als Schlüssel.

 

 


 

 

 

In Nr. 16A (zu ihr s. auch Nr. 267) mit der Lösung

1.Kb1! Ka4 2.Kc1! Ka3 3.Kc2 Ka4
           4.Kc3  Ka3 5.Ta5#

zieht der wK je zwei Felder über Eck, wobei er den Umweg über c1 macht, weil die Abkürzung durch sofortiges 2.Kc2? Ka3 (3.Kc3 Ka2! benötigt sechs Züge bis zum Matt) Weiß in Zugnot brächte; statt wie in Nr. 16 schon im Schlüssel erfolgt die Tempolenkung wegen des hier zusätzlichen ersten Zugpaares in der Mitte des Weges des Königs und sie ist der Zweck, der mit diesem Umweg verfolgt wird. - Der verlängerte Königsmarsch erschien mir, als zusätzliches geometrisches Motiv, hinreichend interessant, um die Aufgabe hier neben Nr. 16, aus der sie entstanden ist, zu bringen.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 16

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

www.problemschachbuch.de