Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Schachmaty w SSSR, 1984
Sonderlob für Miniaturen

a) wie Diagramm:                    7#
b) alle Türme ein Feld nach links

 

 

a)1.Kh6! Kg8 2.Kg6 Kf8 3.Tf7+
         Ke8 4.Tbe7+ Kd8 5.Td7+ Ke8 6.Kg7   ~   7.Tfe7#
         Kg8 4.Tg7+ Kh8  5.Th7+ Kg8 6.Tbg7+ Kf8 7.Th8#

b)1.Kh6! Kg8 2.Tg7+ Kf8 3.Taf7+ Ke8
         4.Kh7
(droht/Ta,b7 5.Kg8/T:T) T
...1
         5.Kg8 Tf1 6.Tf1: ~ 7.Tf8#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

In diesem Quadrat der Türme halten sich die weißen und die schwarzen nach dem Schlüsselzug zunächst gegenseitig in Bann:

a) Nach 1.Kh6 (droht 2.Th7+ Kg8 3.Tbg7+ Kf8 4.Th8#) Kg8 führt 2.Tg7+? Kf8 3.Tbf7+ Ke8 - 4.Kh7? Tc7! - 4.Te7+ (Kf8? 5.Kh7 6.Tgf7#) Kd8! nicht weiter. Deshalb erfolgt zunächst mit 2.Kg6 (droht 3.Tg7+ Kf8 4.Tbf7+ Ke8 5.Tg8#) ein nochmaliger Oppositionszug des wK, wonach nun auf 2. ... Kf8 Weiß in Nutzung des jetzt in greifbare Nähe zum sK gerückten Fernblocks durch den sT auf c8 mit 3.Tf7+ Ke8 4.Tbe7+ (Tfe7+? Kf8!) Kd8 5.Td7+ Ke8 6.Kg7 das Matt im 7.Zuge erreicht. - Zieht Schwarz seinen König auf 3.Tf7+ zurück nach g8, so wird dieser nach h8 zurückgejagt und dann, ebenfalls im 7. Zuge, mattgesetzt.

b) Jetzt reicht nach 1.Kh6 Kg8 die obige Fortsetzung nicht, weil die schwarzen Türme zu weit vom sK entfernt stehen ... was aber andererseits hier die Mattführung durch 2.Tg7+ Kf8 3.Taf7+ Ke8 nebst 4.Kh7, die in a) umgekehrt wegen der größeren Nähe der schwarzen Türme acht Züge benötigt, möglich macht.

     Vgl. Nr. 383 (auch Nr. 82).

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 356

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

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