Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Schach-Echo, 1957
2. ehr. Erw.

Matt in 5 Zügen

 

1.d3! L~ 2.Sd5 Ld2 (Lc5) 3.d4 L~ 4.Sb4/Se3 ~ 5.Sc2#

 

Dazu der Kommentar des Autors:

Nach 1.Sd5? Ld2:! befindet sich der sL in einer Brennpunktstellung, die jedoch - er müsste im nächsten Zug die Deckung eines der Brennpunkte b4/e3 aufgeben - von Weiß nicht durch Zugzwang genutzt werden kann, weil er keinen Wartezug hat. Einen solchen verschafft er sich deshalb für seinen Bauern, und zwar zunächst einmal damit, dass er ihn durch seinen Wegzug von d2 vor dem Schlag durch den sL rettet. Das allein genügt aber nicht: nach 1.d4? ~ 2.Sd5 Ld2! wäre Weiß, weil der Bauer danach keine Zugmöglichkeit mehr hat, erneut in Zugnot. Deshalb muss der Bauer seinen Doppelschritt aufspalten, worauf er nach Ausführung seines ersten Zuges auf 2. ... Ld2 (nach dem für Schwarz gleichwertigen 2. ... Lc5 kommt es , weil darauf mit 3.d4 der sL verstellt wird, zu einer etwas anderen Abwicklung) noch den zweiten als Wartezug zur Verfügung hat.

Vgl. Nr. 358, 262.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 261

(Das elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

 

 

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